Der erste Monat (September 2004)

(4.Woche - 4600g / 58cm)

Ich war jetzt erst ein paar Stunden auf der Welt, da haben mich meine Omis schon besucht. Auch sie waren überglücklich. Aber ich war zu müde, um wirklich etwas mitzukriegen. Am Anfang hab ich noch sehr viel geschlafen. Das war ja auch wirklich eine anstrengende Sache, so eine Geburt. Im Krankenhaus ist dann auch ganz schön viel passiert. Wir mussten eine Menge lernen, aber es gab viele nette Schwestern, die uns dabei unterstützt haben.
Da musste aller paar Stunden mein Po sauber gemacht werden. Tolle Sache so ne Windel.
Dann wurde ich gebaden, ich war gar nicht so schmutzig, aber schön wars trotzdem.
Und es wurden eine Menge Untersuchungen gemacht.
Aber am Spannendsten war die Sache mit den Milchvorratsbehältern. Das wollte nicht so recht klappen. Wir mussten dann zum Anfang so ein komisches Hilfsmittel nehmen. Das war gar nicht schön, aber es half wenigstens, eben Hilfsmittel. Und die Milch ist echt lecker. Kann ich nur empfehlen.

Die 5 Tage im Krankenhaus vergingen dann auch wie im Flug und wir waren endlich zu Hause. Da hatte ich gleich ein eigenes Zimmer, in dem ich aber nicht gleich geschlafen habe. Mama wollte mich in der ersten Zeit immer dicht bei sich haben und da hab ich erst mal in so einem Korb geschlafen. Aber mir wars egal. Schlafen war sowieso nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Ich war viel zu neugierig. Immer wenn mich Mama hineinlegen wollte, wachte ich auf und wollte wieder raus - ist ja auch viel schöner bei Mama!

Und dann dieses böse Bauchweh. Das hat mich fast jeden Tag gequält, mal mehr, mal weniger. Das war wirklich nicht schön und wenn es mal weg ist, werde ich es sicher nicht vermissen.

Schon nach wenigen Tagen besuchte uns auch Mamas Hebamme. Eine nette Frau und sie strahlte so viel Ruhe aus. Sie musste mich natürlich erst mal bestaunen und zum ersten mal trank ich, durch Ihre Hilfe, auch ohne dieses komische Ding an Mamas Brust.
Sie gab Mama und Papa auch viele Tipps und Tricks bezüglich meines Bauchwehs.
Jedes mal wenn sie uns besuchte, wog sie mich und schon nach 7 Tagen hatte ich mein Geburtsgewicht wieder. Ein kleiner Nimmersatt, wie Mama sagt.

Und ich habe viel erlebt. Ich bin zum ersten mal mit dem Auto gefahren, aber ehrlich gesagt, hat mir das nicht gefallen. Nur wenn das Auto fuhr, ging es, aber sobald wir standen, musste ich wieder weinen.
Dann war ich das erste mal mit Einkaufen, in einem großen Gebäude mit so vielen bunten Sachen. Durch meine Neugierde konnte ich meine Augen nicht schließen und war dann quängelig. Aber der Papa hat mich ganz toll abgelenkt, so dass ich dann doch vor Müdigkeit einschlief.
Außerdem habe ich meine Kinderärztin kennengelernt. Ein echter Glückgriff. Da wird man gerne krank. :-) Pssst, lass das bloß die Mama nicht hören.

Insgesamt war das ein echt aufregender Monat. Ich habe ca. 1200g zugenommen, bin um 6 cm gewachsen, hatte sehr viel Bauchweh und schlief nicht gern allein, sondern am liebsten bei Mama oder Papa auf dem Bauch.


Euer Flo

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